Gesellschaft für Wirtschaftsförderung,
Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH

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GWAB öffnete die Tore und gab Einblick hinter die Kulissen

Rund 500 Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit genutzt, um einen Blick hinter die Kulissen der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen (GWAB) an ihrem Tag der offenen Tür am 23. September 2023 zu werfen.

Nach der offiziellen Eröffnung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden und Sozialdezernenten des Lahn-Dill-Kreises, Herrn Stephan Aurand, wurde so einiges angeboten: Rundgänge durch das Recyclingzentrum, ein Berufsparcours mit tollen Mitmach-Aktionen in allen Ausbildungsberufen der GWAB, Informationsstände zu den vielfältigen sozialen Angeboten sowie ein großer Kinderbereich mit Hüpfburg und dem Wetzlarer Spielmobil. In einer historischen Feldküche mit Holzbefeuerung hat die „Kochkiste“ der GWAB, Suppe zum kleinen Preis angeboten und im extra eingerichteten „Vintage-Café“ gab es Kaffee und Kuchen wie zu Omas Zeiten.

Bei sonnigem Wetter demonstrierten die Lagerprofis die richtige Ladungssicherheit im LKW und in einem „Sackkarren-Parcours“ konnten die Besucher und Besucherinnen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. In der Kfz-Werkstatt bekam man Tipps und Tricks, wie man sein Auto selber für die Urlaubsfahrt checken kann und in der Schreinerei wurden Vogelhäuschen gebaut. Das Erkennen von Falschgeld wurde im „Anderen Kaufhaus“ demonstriert und im Rahmen der Büroausbildung haben sich die vielen jugendlichen Besucherinnen und Besucher eigene Visitenkarten gestalten können. Gemüse schnitzen konnte bei den Köchen ausprobiert werden und auch bei den Malern & Lackierern wurde eifrig mitgemacht.

„Wir freuen uns, dass unser Tag der offenen Tür so großen Anklang bei den Bürgerinnen und Bürgern gefunden hat. Es war eine sehr gute Gelegenheit, den Menschen aus Wetzlar und der Region zu zeigen, dass die GWAB neben der oftmals bekannten Elektro- und Hausratsannahme, auch ein großes soziales Angebot für die Bürgerinnen und Bürger des Lahn-Dill-Kreises bereithält“, sagten die Geschäftsführer Matthias Cloos und Nicole Bodensohn. So nutzten viele Besucherinnen und Besucher den Tag, um sich über Möglichkeiten der Qualifizierung, des beruflichen (Wieder-)Einstiegs oder der Unterstützung bei der Arbeitssuche zu informieren und weiter zu vernetzen. „Wir haben einige neue Kontakte aufbauen können und freuen uns, wenn sich hierdurch in Zukunft neue Potenziale für die Teilnehmenden und Klienten entfalten“, berichtete eine Projektleitung im Bereich Coaching der GWAB.

Wann es wieder einen „Tag der offenen Tür“ bei der GWAB geben wird, ist vorerst noch offen. Jedoch werden die Tore „nach diesem positiven Ergebnis sicherlich in der Zukunft wieder für die Öffentlichkeit geöffnet“ waren sich Geschäftsführung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einig.

Text und Foto: GWAB mbH

Gemeinsam den Weg ins Berufsleben finden

Beim Tag der offenen Tore der Produktionsschule Neumühle zeigen Teilnehmende und Lehrkräfte, wie und wo sie lernen und lehren

Junge Menschen bei ihrem Schulabschluss unterstützen und sie auf eine Ausbildung vorbereiten – das ist das Ziel der Produktionsschule Neumühle in Breitscheid-Erdbach. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Gewerblichen Schulen Dillenburg und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH (GWAB mbH). In der vergangenen Woche feierte die Schule Tag der offenen Tore, um allen Interessierten zu zeigen, wie, wo und was die Jugendlichen und jungen Erwachsenen lernen.

„Das besondere an unserer Produktionsschule ist, dass wir hier ganz individuell auf jede Schülerin und jeden Schüler eingehen können. Durch die Kooperation mit der GWAB und unsere Kontakte zu Jobcenter und Arbeitsamt können wir jede und jeden aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten. So möchten wir einen passgenauen Übergang in das Arbeitsleben ermöglichen“, erklärt Stefan Schönhof. Er ist Lehrer an den Gewerblichen Schulen und Koordinator in der Neumühle.

Die Produktionsschule richtet sich an Teenager und junge Erwachsene, die alleine Schwierigkeiten haben, im Schulalltag Fuß zu fassen, oder die auf eine Ausbildung vorbereitet werden möchten. Die Teilnehmenden können sich in einen von vier verschiedenen Bereichen einwählen: Ernährung/Küche, Maler, Holz- oder Metalltechnik. In ihrem Bereich werden sie dann qualifiziert und für eine Berufsausbildung fit gemacht. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der Praxisbezug: Die Teilnehmenden arbeiten drei bis vier Tage pro Woche praktisch, an den anderen Tagen besuchen sie den theoretischen Unterricht. „Der große Vorteil der praktischen Arbeit ist, dass die jungen Menschen sich wertvoll und gebraucht fühlen“, betont Nicole Bodensohn, Geschäftsführerin der GWAB. „Deshalb arbeiten wir mit klaren Zielen. Das sorgt auch für Struktur und gibt den Teilnehmenden Stabilität im Alltag“, fährt sie fort. Diese Ziele können zum Beispiel ein von der Gemeinde Breitscheid in Auftrag gegebenes Insektenhotel sein, das zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muss. Die Schülerinnen und Schüler des Bereichs Ernährung/Küche müssen unter anderem dafür sorgen, dass jeden Tag das gemeinsame Frühstück und Mittagessen im Schulbistro der Gewerblichen Schulen in Dillenburg pünktlich serviert wird.

Die Produktionsschule befindet sich auf einem großzügigen Gelände außerhalb von Erdbach. Hier ist genug Platz für die Küchengeräte, die Maschinen zur Bearbeitung von Holz und Metall aber auch für einen großen Garten inklusive Gemüse- und Obstanbau. „Es ist gut, dass unsere Neumühle etwas abgelegen liegt. So werden die Teilnehmenden nicht abgelenkt und können sich auf ihre Aufgaben konzentrieren. Es gibt aber auch genug Platz, um sich zurückzuziehen, wenn die Stimmung mal kippt“, erzählt Stefan Schönhof.

Schülerin Jana Holl fühlt sich in der Produktionsschule sehr wohl. Beim Tag der offenen Tore erzählt sie freudig und detailreich von ihren Aufgaben im Bereich Ernährung. Sie zeigt den Besucherinnen und Besuchern, wie viel sie schon gelernt hat und wie gut sie sich ohne Hilfe auskennt, berichtet aber auch von Herausforderungen. „Besonders zu Beginn musste ich mich an den anstrengenden und teilweise auch stressigen Alltag erst einmal gewöhnen. Mittlerweile komme ich aber auch dank der Betreuung vor Ort gut klar. Ich habe schon Pläne für meine Zeit nach der Produktionsschule: Ich möchte eine Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft machen oder etwas Handwerkliches lernen“, erzählt sie.

Das Motto der Produktionsschule Neumühle ist: „Gemeinsam schaffen wir es.“ Der große Zusammenhalt zwischen Jung und Alt, aber auch unter den jungen Erwachsenen wird auch in der Organisation des Tages der offenen Tore deutlich. Die Teilnehmenden haben sich zum Beispiel gemeinsam um die Verpflegung gekümmert und verschiedene Kuchen, kleine Pizzen, Obstsalat, belegte Brötchen und Nachspeisen serviert. Zudem hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, in der Schule angefertigte Waren aus Holz zu erwerben.

Beim vertrauensvollen Miteinander sei für die Lehrkräfte jedoch wichtig, die Balance zwischen Disziplin und Fürsorge zu halten. „Selbstverständlich gibt es vorgegebene Verhaltensregeln, an die sich alle halten müssen. Eine der obersten Prioritäten ist aber, die Selbstständigkeit der jungen Menschen zu fördern. Nur so können sie die Ausbildungsreife erreichen“, betont Nicole Bodensohn. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg sei es, Frust so gut es geht zu verhindern. Misserfolgen werde bereits im Vorhinein vorgebeugt. „Wenn wir merken, dass eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer sich in einem bestimmten Berufsbild nicht wohlfühlt, suchen wir frühzeitig das Gespräch. So verhindern wir Fehlschläge und Frust“, fährt Nicole Bodensohn fort.

„Die Produktionsschule Neumühle ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie die richtige Unterstützung und ein kompetentes Umfeld Menschen zum Erfolg leiten können“, betont Kreis-Sozialdezernent und Aufsichtsratsvorsitzer der GWAB, Stephan Aurand. Wer sich weiter über die Neumühle informieren möchte, findet viele Informationen auf der Website der Schule unter https://produktionsschuleneumuehle.jimdofree.com/, auf der Website der GWAB unter www.gwab.de und auf der Instagram-Seite der Produktionsschule unter https://www.instagram.com/berufsvorbereitung.neumuehle/.

Text:

Marie-Therese Koch,Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises,Stabsstelle Presse-, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Foto: GWAB mbH

Bildunterschrift: Auch Landrat Wolfgang Schuster (Zweiter von rechts) und Stephan Aurand (Mitte) machten sich ein Bild vom Angebot der Neumühle. Von links: Stefan Schönhof, Nicole Bodensohn; rechts: Buckhard Schneider, stellvertretender Schulleiter der Gewerblichen Schule Dillenburg. Foto: GWAB mbH

 

10. Mai 2023 10 - 14 Uhr Berufsvorbereitung Neumühle

Wir laden Sie herzlich ein am 10. Mai 2023 von 10-14 Uhr einen Blick hinter die Kulissen unserer Neumühle zu werfen.

In der Neumühle dreht sich alles um die Berufsvorbereitung. Lernen Sie das Team kennen und entdecken Sie die Möglichkeiten, die junge Menschen bei uns haben.

Kommen Sie direkt ohne Anmeldung vorbei, wir freuen uns auf Sie.

Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Adresse: Herborner Str. 20 in 35767 Breitscheid-Erdbach

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Ab Herborn Hauptbahnhof: Buslinien 510 mit Umstieg in 515 bis Breitscheid-Erdbach Neumühle

 

Qualifizierte Berufsvorbereitung (er)leben in der Produktionsschule Neumühle

Siegfried Gerdau, Autor des Blogs gerdaus-welt.de, beschreibt eindrucksvoll seinen Besuch in der GWAB zugehörigen Produktionsschule Neumühle in Breitscheid Erdbach.

Berufsvorbereitung Neumühle – Siggi Gerdaus Welt (gerdaus-welt.de)

Pressemitteilung vom -Markt der Möglichkeiten-


Vielfältige Angebote für Arbeitssuchende auf dem Markt der Möglichkeiten
Durch die Eingangstür der Wetzlarer Stadthalle strömten am Montagmorgen im Minutentakt interessierte Besucher*innen. Über den Vormittag informierten sich SGB II-Leistungsbeziehende über Möglichkeiten ihre Jobchancen zu verbessern.
Bildungs- und Maßnahmeträger stellten ihre Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote sowie Arbeitsmöglichkeiten vor. Regionale Beratungsstellen, wie das Frauenhaus, die Wetzlarer Arbeitsloseninitiative, die Tafel oder die Klinik Eschenburg, machten auf ihre Angebote aufmerksam. Arbeitgeber*innen präsentierten offene Stellenangebote und nahmen Kontaktdaten auf. Studierende des Kommunalen Jobcenters Lahn-Dill lotsten die Besucher*innen über den Markt und halfen bei Übersetzungs-Bedarf mit Tablets.
Die Wege aus der Arbeitslosigkeit können ganz unterschiedlich aussehen. Für den einen ist eine Weiterbildung eine Option, weil er im erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Einem anderen hilft ein persönliches Coaching, sich selbst besser kennenzulernen und Mut für die nächsten Schritte der Stellensuche zu fassen. Umso wichtiger ist eine solche Veranstaltung, bei der sich Menschen einen Überblick verschaffen können, Kontakte knüpfen und neue Perspektiven erkennen.
Sebastian Kleist, Vorstand des Kommunalen Jobcenters Lahn-Dill, bedankte sich bei allen Mitgestalter*innen des Marktes, die mit ihren umfangreichen Angeboten, Menschen ermöglichen wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen. Fragte man die Marktstandbetreiber*innen, waren diese sehr zufrieden über die zahlreichen interessierten Besucher*innen.

Pressemitteilung aus dem Jobcenter vom 06.12.2022

Stefanie Rohn
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Pressemitteilung - Beratung Mobil - Wir möchten alle erreichen und keinen zurücklassen

„Wir haben die Möglichkeit mit ,Beratung mobil´, die Menschen zu erreichen, die aus welchen Gründen auch immer den Kontakt zu uns verloren haben.“ Sebastian Kleist, Vorstand des Kommunalen Jobcenters Lahn-Dill
„Beratung Mobil“ ist ein neues zusätzliches sehr niederschwelliges Beratungsangebot für SGB II-Leistungsbeziehende, welche von Jobcentermitarbeitenden über einen längeren Zeitraum nicht mehr erreicht wurden. Ziel des Formats ist ein erster Kontakt durch aufsuchende Coaches, die mittelfristig wieder den Austausch mit der persönlichen Ansprechperson im Jobcenter herstellen. Parallel können die besuchten Kund*innen auch ein freiwilliges Coaching in Anspruch nehmen, welches sie in ihren individuellen Problemlagen unterstützt.
Ausgangslage des Formats war eine erschwerte Erreichbarkeit von Kund*innen, die sich während der Corona-Zeit immer mehr zurückgezogen haben und die Frage, was das Jobcenter tun kann, um diese nicht zurückzulassen und in ihrer speziellen Problemlage zu unterstützen, erklärt Kleist.
„Die Gründe, weshalb diese Menschen nicht mehr erreichbar sind, sind vielfältig“, sagt Projektleiter Simon Schneider. Die drei Coaches von der GWAB, welche seit dem ersten Oktober die Maßnahme „Beratung mobil“ durchführen, berichten: Oft liege bei den Menschen eine Überforderungssituation vor, die sie an dem Besuch im Jobcenter hindere oder das Annehmen eines Anrufs unmöglich mache. Ursachen hierfür können unterschiedlichste Themen sein, wie gesundheitliche Einschränkungen, psychische Belastungen oder finanzielle Probleme.
Deshalb nehmen die Coaches Kontakt per Telefon auf und besuchen die Kund*innen auch vor Ort. Gespräche können dann an einem neutralen Ort wie einem Café bei einem Stück Kuchen oder in einem extra für diese Maßnahme angeschafften Beratungsmobil, das bewusst neutral gestaltet ist, durchgeführt werden. Einige Gespräche finden auch in den Wohnungen der Personen statt.
„Die Leute sind dankbar. Wenn Sie sozial isoliert sind, ist es schlechtesten Falls der erste Kontakt seit zwei Jahren“, berichtet Schneider. Teilweise wachse ihnen alles über den Kopf. Die Einladungen zum Beratungsgespräch blieben dann neben anderen Poststücken ungeöffnet, in einem Papierwust in der Ecke liegen. Ein freundliches Gespräch auf Augenhöhe in einem ungezwungenen Umfeld ist da dann das, was in dem Fall helfen kann.
Maßnahmekoordinatorin des Jobcenters Christiane Hegemann erklärt welche Chancen, durch das Angebot entstehen können. Zudem bewege sich das Format, mit seiner Freiwilligkeit, der Beratung auf Augenhöhe sowie der Sozialraumorientierung in dieselbe Richtung wie die im Bürgergeld beschlossenen Kernpunkte.
„Wir möchten alle erreichen und keinen zurücklassen“, betont Nicole Bodensohn, Geschäftsführerin der GWAB, die gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden das Angebot ins Leben gerufen hat. Die Coaches holen die Kund*innen wortwörtlich da ab, wo sie sind. Hilfe wird je nach Bedarf angeboten. Individuelle Unterstützung bei der Erarbeitung von Strukturen, gemeinsam mit den Beteiligten einen Termin bei Beratungsstellen wie der Schuldnerberatung zu machen oder eben den Kontakt zum Jobcenter herzustellen sind hier beispielhaft genannt.
Kontakt
Stefanie Rohn
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
+49 6441 2107-5222
stefanie.rohn@jobcenter-lahn-dill.de

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